Ein Attributionsmodell ist eine Regel, mit der du den Wert einer Conversion auf die Touchpoints im Funnel verteilst. Touchpoints sind alle Berührungspunkte eines Leads mit deinem Marketing: erste Anzeige, gelesene Kunden-Bewertung, Wiederbegegnung über Retargeting, Webinar-Eintragung.
Ohne Attributionsmodell siehst du nur, dass eine Conversion stattgefunden hat. Mit Attributionsmodell siehst du, welcher Kanal welchen Anteil daran hatte. Das ist die Grundlage dafür, profitable Kanäle zu erkennen und unrentable zu identifizieren.
Das Attributionsmodell wirkt immer in Kombination mit einem Attributionsfenster. Es legt fest, wie weit zurück Touchpoints überhaupt berücksichtigt werden. Ein 30-Tage-Fenster heißt: Alles, was länger als 30 Tage vor der Conversion passiert ist, fließt nicht in die Verteilung ein. Bei kurzen Funnels reichen 7 oder 14 Tage. Bei längeren Buying-Cycles, etwa im B2B oder bei höherpreisigen Angeboten, sind 60 oder 90 Tage realistischer.
Im Lead-Tracking ist das besonders kritisch, weil Funnels meist mehrstufig sind. Ein Lead aus einer Webinar-Kampagne hat oft 4 bis 8 Touchpoints, bevor er einen Termin bucht. Wer nur den letzten Klick zählt, verliert die ganze Geschichte davor.